Per E-Mail

Ein Angebot im LVPEBW für Hilfesuchende in Krisen:
Unser Mitglied Dennis Riehle bietet kostenlos psychosoziale Beratung per E-Mail an.

Die Nachrichten machen uns jeden Tag aufs Neue klar, wie zerbrechlich unsere seelische Gesundheit ist. Wir alle, die wir mit psychischen Erkrankungen oftmals leidvolle Epochen durchgemacht haben, wissen um die vielen Faktoren, die unseren Zustand beeinflussen.

Nicht zuletzt sind es persönliche Konflikte, beispielsweise Überforderung im Umgang mit der eigenen Diagnose, Probleme in der Gestaltung des Lebensalltages, Angst vor Arbeitslosigkeit oder Erwerbsminderung, Zukunftssorgen und Perspektivlosigkeit, familiäre Zerrüttung oder Todesfälle von geliebten Personen, Auseinandersetzungen mit Ämtern und Behörden, das Ringen mit Ärzten und Therapeuten, die Isolation und der Rückzug von Freunden, das Angewiesensein auf finanzielle und soziale Unterstützungsleistungen – um nur einige zu nennen.

Nicht immer ist in solchen Situationen sofort der Gang zum Psychotherapeuten notwendig. Gerade, wenn es sich um Schwierigkeiten handelt, die nicht krankheitsrelevant sind, genügt oftmals bereits eine beratend-seelsorgerliche Hilfestellung, die auffängt, begleitet und Wegweiser ist.

Ich selbst bin einerseits ein Psychiatrieerfahrener, denn ich leide seit über 20 Jahren an einer Zwangsstörung, später kamen eine Angst- und Panikstörung, schwere depressive Episoden, eine bipolare Störung, eine wahnhafte Erkrankung und nicht zuletzt eine kognitive Beeinträchtigung hinzu. Seit 1998 bin ich in andauernden psychotherapeutischer, später dann in ambulanter psychiatrischer Betreuung, habe schon einige Klinikaufenthalte hinter mir – und bin seit 15 Jahren in der Selbsthilfegruppenarbeit aktiv, unter anderem als Sprecherrat, Gruppenleiter, in der Fortbildung von Ehrenamtlichen sowie in politischen, sozialen und gesundheitsbezogenen Gremien. Beruflich war ich allerdings über einen langen Zeitraum als Psychologischer Berater in eigener Praxis tätig – und habe Menschen in oben genannten Augenblicken ihres Lebens begleitet.

Durch eine Weiterbildung wurde ich zusätzlich Sozialpädagogischer Berater, Psychosozialer und Personal Coach – und habe mich schließlich im Sozialrecht, in Digitaler Prävention und Gesundheitsförderung, in Gerontologie, in Rechtsfragen der Pflege und in der Trauerbegleitung zertifizieren lassen. Außerdem habe ich mich in Angst- und Stressbewältigung, Persönlichkeitstraining und Seelsorge qualifiziert. Als zweites Standbein wurde ich zum Journalisten und zur PR-Fachkraft ausgebildet – und war hierin über viele Jahre freiberuflich unterwegs. Aufgrund der psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen musste ich meinen Beruf 2019 aufgeben und bin seither ausschließlich im ehrenamtlichen Bereich engagiert. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, Gleichbetroffenen niederschwelligen Beistand zu ermöglichen, weshalb ich mich dazu entschlossen habe, meine Kompetenzen der breiten Masse zugänglich zu machen.

Gerne möchte ich als Mitglied des LVPEBW auch allen Psychiatrie-Erfahrenen das Angebot unterbreiten, meine erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen zu nutzen. Ich biete seit geraumer Zeit Mailberatung an, da sie aus meiner Sicht die effektivste Form der Hilfestellung über Distanz ist.

Meine Psychosoziale Sprechstunde kann unter www.psychosoziale-sprechstunde.de erreicht werden und steht allen Hilfesuchenden unseres Landesverbandes kostenfrei zur Verfügung. Ich stelle für das soziale Problem des Kontaktnehmers, wenn nötig, die theoretischen Rechtsgrundlagen dar und verweise schematisch und ohne jegliche individuelle Bewertung auf die entsprechenden Gesetze, damit die Nutzer der Sprechstunde im Zweifelsfall eine juristische Einzelfallprüfung bei einem Anwalt vornehmen lassen können, die das freiwillige Engagement nicht leisten kann und darf

Der Schwerpunkt des Angebots ist die psychologische Beratung, welche die Betroffenen durch die Anforderungen des Alltags hindurchtragen soll. Alle Auskünfte der Sprechstunde erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen. Sie sind keine Alternative für eine fachkundige Rechtseinschätzung oder therapeutische, medizinische beziehungsweise heilkundliche  Behandlung, Betreuung, Begleitung und Konsultation. Sie dienen lediglich als Erstkontakt. Eine Gewähr ist ebenso wie eine Haftung ausgeschlossen. Für alle Gespräche gilt das Gebot der Vertraulichkeit und Verschwiegenheit. Datenschutz wird zugesichert. Bei Unklarheiten hierzu gebe ich jederzeit gerne Auskunft, einfach bei mir melden!

 

Mein ehrenamtlicher Dienst umfasst also:

 

  • Psychosoziale Hilfe in Lebenskrisen
  • Seelsorgerliche Begleitung in sozialen Konflikten
  • Psychologische Beratung in nicht krankheitsrelevanten Problemlagen

 

Im Rahmen der vorgenannten Schwerpunkte kann es in der Sprechstunde nebenbei auch zur generellen Aufklärung in folgenden Fragen kommen:

 

  • Allgemeine Information zu Sozialleistungen
  • Ansprüche bei Arbeitslosigkeit (ALG I und II/“Hartz IV“)
  • Grundsätzliche Auskunft über die Sozialhilfe (Grundsicherung, Sozialgeld u.a.)
  • Leistungen bei Erwerbsminderung und im Alter
  • Soziale Unterstützungsleistungen in schweren Lebenslagen (z. B. Armut…)
  • Leistungen der Pflegeversicherung (Pflegegrade, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Pflegegeld und Pflegesachleistungen…)
  • Barrierefreiheit, Wohnraumanpassung, pflegerische Hilfsmittel
  • Aufenthalt in stationärer oder ambulanter Pflege, Hospiz usw.
  • Entlastung für pflegende Angehörige
  • Fragen zu diversitätssensibler Pflege
  • Hilfe bei Krankheit oder Behinderung, Leistungen der Krankenversicherung und anderer Sozialträger
  • Unterstützung in Sachen Wohnen (Wohngeld, Wohnungssuche…)
  • Anrecht und Leistungen bei Schwerbehinderung, auch Blindengeld etc.
  • Fragen zu Gebrechen des Alters
  • Hilfe und Unterstützung bei Migrationshintergrund, für Flüchtlinge und Asylsuchende
  • Fragen in der Erziehung, Leistungen für Familien (Kindergeld…), im Studium („BAföG“ usw.)
  • Gespräche bei Glaubenskonflikten, bei persönlichen und familiären Schwierigkeiten
  • Anregungen zur Selbsthilfe
  • Hilfe nach Gefängnis- oder Heimaufenthalt, nach Traumata
  • Fragen zu Rehabilitation und Wiedereingliederung
  • Sorgen und Nöte im gesellschaftlichen Alltag, Ausgrenzung, soziale Isolation
  • Vollmachten und Verfügungen (Vorsorge-/Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung…)
  • Betreuungswesen
  • Fragen zu Ehrenamt und bürgerschaftlicher Teilhabe
  • Vermittlung an zuständige Ämter und Behörden
  • Hilfe bei Antragsstellung und Ausfüllen von Formularen
  • sonstige Anliegen zu sozialen Themen
  • etc.

 

Nun freue ich mich auf viele Zuschriften.

Ich bin direkt über beratung@psychosoziale-sprechstunde.de erreichbar. Nach Eingang der Nachricht erhält der Ratsuchende eine Einwilligungserklärung bezüglich des Datenschutzes zugesandt, die er als eigenständige Mail zurücksendet. Danach beginnt die Bearbeitung der Anfrage.

 

Herzliche Grüße

Dennis